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Carnival in Trinidad
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Letzter Update: 24. January 2010 11:14 1021 Besucher seit dem 14. November 2008. |
Die Karibik
Begriffserklärung und räumliche Gliederung
Was ist die Karibik?
Die Karibik, die auch gerne als das amerikanische Mittelmeer bezeichnet wird, erstreckt sich zwischen dem nördlichen Wendekreis (Breitenparallel auf 22.5°N) und dem südamerikanischen Festland (vgl. Abb. 1). Sie umfasst jene Inselwelt, die sich in einem grossen geschwungenen Bogen über mehr als 3500 km von Kuba über die Inslen über dem Wind und die Inslen unter dem Wind bis nach Aruba erstreckt. Das Karibische Meer wird durch diesen Inselbogen nach Norden und nach Osten hin abgegrenzt und nach Süden vom südamerikanischen Festland und nach Westen durch die südliche Hälfte der Küste von Mittelamerika.
Was sind die West Indies?
Der Name West Indies (West Indien) stammt von Kolumbus, der auf seiner ersten Reise im Jahre 1492 Richtung Westen eine neue Fahrroute nach Indien suchte. Bei seiner Landung in San Salvador, das heute zu den Bahamas gehört, glaubte er sich in Indien. Deshalb zählt auch heute noch der Archipel der Bahamas zu „Westindien“, das damit aus den grossen und den kleinen Antillen sowie den Bahamas besteht.
Was sind die Antillen?
Im Portugal des 15. Jahrhunderts spukte eine sagenumworbene Insel mit dem Namen "Antilia" in den Köpfen der Menschen herum. Sie sollte irgendwo westlich der Azoren liegen und gab den karibischen Inseln ihren Namen.
Die Antillen werden wie folgt getrennt:
Die Grossen Antillen (Greater Antilles): Sie reihen sich in Ost-West Richtung aneinander und umfassen, vom Osten her, die Inseln Puerto Rico, Hispaniolla (Dominikanische Republik und Haïti), Jamaika und Kuba. Ihr Flächenanteil macht zusammen fast 90% der Fläche der karibischen Inseln aus.
Die Kleinen Antillen (Lesser Antilles), die einen hauptsächlich in Nord-Süd Richtung verlaufenden Bogen beschreiben, umfassen die kleinen Inseln von den Jungferninseln im Norden bis Trinidad im Süden und von Barbados im Osten bis Aruba im Westen.
Was sind die Inseln unter und über dem Wind?
Diese Einteilung der Inseln stammt aus dem Sprachgebrauch
der spanischen Seefahrer, die zunächst auf die Inseln stiessen, die voll dem
kräftigen Nordostpassat ausgesetzt sind. Demnach liegt, da am östlichsten,
Barbados „über dem Wind“, dahinter aber auch die gesamte Inselkette von den
Jungferninseln bis Trinidad.
„Unter dem Wind“ (engl. Leeward Antilles), d.h. völlig im geschützten
Karibischen Meer, liegen die zu Venezuela gehörenden Inseln (Margarita, Cubagua und Coche)
und Archipele (Los Roques, Las Aves) sowie
die ABC-Inseln (Aruba, Bonaire und Curaçao).
Was sind die Leeward und die Windward Islands?
Diese Bezeichnungen stammen nicht von den Windverhältnissen ab, sondern von den britischen Verwaltungseinheiten. Sie beziehen sich aber beide auf die Inseln über dem Winde. Da die Windward Islands von den meisten britischen Besitzungen in der Karibik hart am Wind anzusteuern waren, erhielten sie die Bezeichnung Windward Islands. Sie umfassen heute die Staaten Dominica, Martinique, St. Lucia, St. Vincent and the Grenadines, Grenada und Trinidad and Tobago. Zu den Leeward Island zählen die Jungferninseln, Anguilla, St. Martin, St. Barths, Barbuda, Saba, St. Eustatius, St. Kitts, Antigua, Nevis, Montserrat und Guadeloupe.
Segeln in der Karibik
Der Segelsport in der Karibik findet fast ausschliesslich in den kleinen Antillen statt. Aber auch in den grossen Antillen unternimmt man seit einigen Jahren gewisse Anstrengungen, allen voran in Kuba, wo man die Yachties ins Paradies von Fidel Castro zu locken versucht. Aber alle mir bekannten schweizerischen Agenturen, die Kuba anfangs der neunziger Jahre im Angebot hatten, haben damit Schiffbruch erlitten. Ich führe dies unter anderem darauf zurück, dass ein freies Segeln in Kuba nicht möglich war und man einen Bootsführer engagieren musste.
Auch auf Jamaika ist der Yachtsport so gut wie nicht existent. Ebenso in der Dominikanischen Republik und aus offensichtlichen Gründen auch in Haïti.
Um so mehr konzentriert sich der Yachtsport auf die kleinen Antillen. Dort haben sich im wesentlichen drei Gebiete die Gunst der Skipper im besonderen erworben:
- Die Jungferninseln (U.S. und British Virgin Islands)
- Die Leeward Islands mit Antigua als deren Zentrum
- Die Windward Islands
Jungferninseln
Die Jungferninseln (Virgin Islands) sind fest in amerikanischer Hand und entsprechend ausgeprägt ist auch der Tourismus dort. Auch wenn sie ein ideales Segelrevier darstellen, mit vielen wunderschönen Buchten, so mag dieses Segelrevier europäische Skipper offensichtlich nicht so sehr in ihren Bann zu ziehen wie die Leeward und Windward Islands. Dies mag auch damit zusammenhängen, dass das Segelrevier der Jungferninseln als Übungsrevier junger Skipper bekannt ist. Tatsächlich sind die Segelverhältnisse dort mit jenen auf dem Bodensee vergleichbar, zumindest was den Aktionsradius betrifft.
Leeward und Windward Islands
Anders sieht es da schon in den Lee- und Windward Islands aus. Zwischen den Inseln ist man der vollen Atlantikdünung und dem Passat ausgesetzt. Beide vermitteln schon eher das Gefühl des Hochseesegelns. Generell sind die Leeward Islands vom Tourismus und auch dem Yachtsport stärker einvernommen als die Windward Islands. Das heisst aber auch, dass die Versorgung und die Einrichtungen von besserer Qualität sind als in den Windward Islands. Letzere sind vom Tourismus noch kaum erschlossen, vorallem Dominica (nicht zu verwechseln mit der Dominikanischen Republik) und St. Vincent. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Flecken der Welt vom Tourismus überrollt werden.
Windward Islands
Die Windward Islands gehören zum beliebtesten Segelrevier der kleinen Antillen. Obwohl auch Dominica zu den Windward Islands gehört, wird es in diesem Führer nicht beschrieben. Dies, weil die grössten Charterbasen auf Martinique und zunehmend auch auf St. Lucia stationiert sind und die allermeisten Segeltörns ohnehin in südliche Richtung in die Grenadinen führen.
Ebenso wird auf eine Beschreibung von Barbados verzichtet. Es wird praktisch nur von Seglern, die soeben den Atlantik überquert haben, angelaufen.
Gleiches liesse sich natürlich auch von Trinidad und Tobago sagen. Zumindest für Trinidad stimmt dies nur teilweise, denn zur Carnivalszeit ist Port of Spain auf Trinidad ein beliebtes Ziel von Yachtseglern.
In den letzten zwanzig Jahren hat die Bautätigkeit in den Windward Islands dermassen stark zugenommen, dass "old boys" einzelne Gegenden kaum mehr wiedererkennen werden. So hat man auf Union Island den Bau einer riesigen Marina für ca. 250 Millionen US$ in Angriff genommen. Im Frühjahr 1996 war jedoch die Bautätigkeit, aus was für Gründen auch immer, eingestellt. Bei Ihrer allfälligen Fertigstellung wird sich in ihrer näheren Umgebung sicher Einiges verändern. Wir Yachties werden durch solche Projekte vieles verlieren, vor allem die Ursprünglichkeit dieses Segelreviers, aber auch viele Annehmlichkeiten gewinnen. Man bedenke aber, dass Einheimische dadurch viel gewinnen werden.
Dennoch weisen die Windward Islands noch viele wunderschöne Ankerbuchten auf, die von ihrer Ursprünglichkeit kaum was eingebüsst haben. Kombiniert man damit die perfekten Windverhältnisse, so stellen die Windward Islands das perfekte Segelrevier schlechthin dar.
Schär-Reisen
ist für mich das beste Reisebüro, nicht nur in Bezug auf Preise.
Sie haben mir schon Flüge gefunden, wo alle andern versagten.
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